Geschichte der Stadt Malaga

Die Geschichte der Stadt Malaga

Die Stadt Malaga hat eine bis ins 8. Jahrhundert vor Christus reichende Geschichte. Die ersten Siedler waren die Phönizier. Sie gaben ihrer Gründung den Namen „Malaka“. Später wurde der inzwischen gewachsene Ort von Karthago regiert, aber erst die Römer machten aus Malaka eine wirkliche Stadt.

Nach einem kurzen Intermezzo der Westgoten wurde die Stadt im Jahr 711 von den Arabern eingenommen und stand für die nächsten Jahrhunderte unter ihrer Kontrolle. Erst 1487 konnten die spanischen Herrscher die Stadt für sich gewinnen. Seitdem gehört Malaga zum Königreich Spanien.

Die Stadt Malaga und ihre Ursprünge

Die Phönizier von Tyre gründete die Stadt etwa 1000 v. Chr. Der Name Malaga ist wahrscheinlich aus dem phönizischen Wort für Salz gebildet worden, weil Fisch in der Nähe des Hafens von Malaga gesalzen und verkauft wurde.

Der früheste bekannte Bischof von Malaga wurde Patricius. Er wurde im Jahre 290 n. Chr. Bischof der Stadt und wurde dann in den Rat des Eliberis berufen. Während des Einflusses der Westgoten wurde Malaga eine immer wichtigere Stadt für Spanien. Hostegesis war einer der bekannteren Herrscher in den späteren Jahren und regierte Malaga von 845 bis 864.

Nach der Schlacht von Guadalete geriet Malaga in die Hände der Araber und das Bistum wurde unterdrückt durch die maurischen Staaten.

Im 8. Jahrhundert war ganz Spanien erobert durch die Mauren und von diesen wurde die Stadt Malaga zu einem wichtigen Zentrum des Handels in der ganzen Region ausgebaut. Die Stadt wurde zunächst ein Besitz des Kalifats von Córdoba. Nach dem Fall der Umayyaden-Dynastie wurde Malaga die Hauptstadt eines gesonderten Reichs, abhängig von Granada. Während dieser Zeit wurde die Stadt Malaqah genannt.

In einem späten Stadium der Reconquista, des mittelalterlichen christlichen und spanischen Kampfs gegen die islamischen Mauren mit dem Ziel ihrer Vertreibung aus Spanien, wurde Malaga wieder christlich und europäisch.

1487 belagerten Isabel und Fernando Malaga, das nach einem verzweifelten Widerstand gezwungen war, sich zur Kapitulation zu entschließen. Die christliche Religion und die bischöfliche Macht wurde in Malaga restauriert. Der erste Bischof nach der Restaurierung in Malaga wurde Pedro Díaz.

Am 24. August 1704 fand die Schlacht von Vélez-Malaga, die größte Seeschlacht im Krieg vor dem Spanischen Erbfolgekrieg, im Meer südlich von Malaga statt.

Seit dem Konkordat von 1851 hatte die Kathedrale in Malaga einen bedeuteten Einfluss in der Kulturgeschichte Spaniens gewonnen. Die Diözese der Stadt hatte 123 Gemeinden, 481 Priester und dazu 200 Kirchen und Kapellen. Die Augustiner-Patres hatten ein Collegium in Ronda in der Nähe von Malaga, was nur eine von vielen Zeichen für den zunehmenden kulturellen und politischen Einfluss der katholischen Kirche war.

Doch im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde Malaga mehr und mehr zum Zeichen für die Vielfalt der Religionen. Es gab ein breites Spektrum an Religionen. Die meisten Bürger waren natürlich Katholiken. Eine ihrer schönsten Kirchen ist die "Santuario de la Virgen de la Victoria". Der Islam war aber ebenfalls in Malaga vertreten mit dem Bau einer neuen Moschee. Die evangelischen Christen hatten auch eine Präsenz in Malaga. Die jüdische Gemeinschaft in Malaga war vertreten durch eine Synagoge und eine jüdische Vereinigung. Es gab sogar einen Hindu-Tempel und eine buddhistische Stupa in Benalmadena, nur 12 Kilometer von Malaga entfernt. Diese buddhistische Stupa war die größte in Europa.

Bis zum 20. Jahrhundert war dann die Entwicklung durch zunehmende wirtschaftliche Prosperität gekennzeichnet. Aber mit der Entwicklung zur Demokratie kam es auch zu Krisen und Zerwürfnissen.

Malaga musste sich einer heftigen Bombardierung seitens der nationalistischen und der deutsch-faschistischen Luftwaffe während des Spanischen Bürgerkriegs 1936 erwehren. Der bekannte britische Journalist und Schriftsteller Arthur Koestler beobachtete die nationalistischen Kräften bei ihrem Eintritt nach Malaga und nutzte dieses Material für sein Buch "Spanisches Testament".

Der Tourismus in der Costa del Sol steigerte für Malaga die wirtschaftliche Entwicklung während der 1960er-Jahre, doch erst nach dem Ende der Franco-Diktatur konnte es in Malaga aufwärts gehen.